{"id":1473,"date":"2016-12-12T15:04:53","date_gmt":"2016-12-12T13:04:53","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=1473"},"modified":"2016-12-12T15:04:53","modified_gmt":"2016-12-12T13:04:53","slug":"videoanalyse-eine-herausforderung-fuer-lehrerinnen-und-schuelerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=1473","title":{"rendered":"Videoanalyse &#8211; Eine Herausforderung f\u00fcr Lehrer\/innen und Sch\u00fcler\/innen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anf\u00e4ngliche \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Wir versuchen in unserem Seminarblog die wichtigsten Punkte f\u00fcr eine Beobachtung und Durchf\u00fchrung einer Videoanalyse zu dokumentieren, sowie die m\u00f6glicherweise auftretenden Probleme zu behandeln.<\/p>\n<p>Nachdem wir selbst im Laufe unseres Studiums eine Videoanalyse durchf\u00fchren mussten, haben wir uns \u00fcberlegt, ob dies auch f\u00fcr den Unterricht in der Sekundarstufe 1 ein probates Mittel w\u00e4re, um die Leistungen von Sch\u00fcler\/innen zu verbessern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/2016\/12\/06\/videoanalyse-eine-herausforderung-fuer-lehrerinnen-und-schuelerinnen-2\/kameramann-2611610\/\" rel=\"attachment wp-att-1470\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1470\" src=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/files\/2016\/12\/kameramann-2611610.jpg\" alt=\"kameramann-2611610\" width=\"169\" height=\"160\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist eine Videoanalyse?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bei einer Videoanalyse wird der Lehrerin bzw. dem Lehrer und auch der Sch\u00fclerin bzw. dem Sch\u00fcler durch digitale M\u00f6glichkeiten der Videoanalyse ein genauer Einblick in den Bewegungsablauf gew\u00e4hrt. Durch die genaue Analyse und den Vergleich verschiedener Bewegungsabl\u00e4ufe der Sch\u00fcler\/innen \u00a0k\u00f6nnen mit einfachen Methoden Bewegungen analysiert und \u00a0 visualisiert werden. Mithilfe der Videoanalyse werden M\u00f6glichkeiten genutzt, die eine Detaillierung der Bewegung und dendirekten Vergleich zulassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Umsetzung<\/strong><\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte mit Hilfe eines freiwilligen Kindes die Durchf\u00fchrung einer Videoanalyse zeigen und gemeinsam in der Klasse bearbeiten.<br \/>\n<em>Ablauf<\/em>\u00a0&#8211; Der\/Die Sch\u00fcler\/in wird w\u00e4hrend der Ausf\u00fchrung des Schlagballwurfes gefilmt und dieses Video wird im Anschluss der Klasse vorgef\u00fchrt. Die Mitsch\u00fcler\/innen beschreiben was ihnen auff\u00e4llt, m\u00f6gliche Fehler bzw. auch positive Dinge oder Verbesserungsvorschl\u00e4ge. Sie k\u00f6nnen dies zum Beispiel f\u00fcr sich selbst aufschreiben und danach wird in der Klasse dar\u00fcber diskutiert. Anschlie\u00dfend wird gemeinsam, anhand einer fertigen Bewegungsbeschreibung, eine Analyse f\u00fcr unseren freiwilligen Sch\u00fcler erstellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/2016\/12\/06\/videoanalyse-eine-herausforderung-fuer-lehrerinnen-und-schuelerinnen-2\/hochneu6a\/\" rel=\"attachment wp-att-1471\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1471\" src=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/files\/2016\/12\/hochneu6a.gif\" alt=\"hochneu6a\" width=\"700\" height=\"142\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, die Videoanalyse im Sportunterricht einzusetzen w\u00e4re, dass sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in 2er Gruppen bilden und gegenseitig bei einer Bewegung (Schlagballwurf, Sprintstart, Hochsprung etc.) filmen. Danach versuchen sie mit Hilfe einer Bewegungsbeschreibung aus der Literatur zu Bewegung zu analysieren.<\/p>\n<p><strong>Risiken\/Probleme<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es sehr viele Vorteile, jedoch bringt eine Videoanalyse auch einige Nachteile mit sich. Jede Lehrperson sollte \u00fcber die Risiken und Probleme einer Videoanalyse bescheid wissen. Man darf nicht davon ausgehen, dass jede\/r Sch\u00fcler\/in die Lust bzw. das Selbstvertrauen hat, sich filmen zu lassen. Deshalb kann dieses Projekt auf jeden Fall zur Herausforderung f\u00fcr Lehrer\/innen und Sch\u00fcler\/innen werden.<br \/>\nVorerst ist eine Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung der Eltern einzuholen. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler d\u00fcrfen auf gar keinen Fall ohne diesen Bescheid gefilmt werden, sonst kann es zu Probleme aufgrund des Datenschutzes kommen.<br \/>\nNicht zu vergessen, ist das Problem des Mobbings. Durch Videoanalysen werden die Fehler der Sch\u00fcler\/innen besonders hervorgehoben, wodurch manche Jugendliche zur Zielscheibe von Spot werden.\u00a0\u00a0Daher sollte man darauf achten, welche Videos vor der ganzen Klasse gezeigt werden.<br \/>\nEin weiterer Beweggrund f\u00fcr manche Lehrpersonen Videoanalysen nicht durchzuf\u00fchren ist, dass solche sehr zeitaufwendig sind. Nat\u00fcrlich geht sehr viel Bewegungszeit der Sch\u00fcler\/innen verloren, daher muss jede Lehrperson f\u00fcr sich selbst entscheiden, ob es der Zeitaufwand wert ist.<\/p>\n<p><strong>Beispiel einer Videoanalyse<\/strong><\/p>\n<p><u>Sprintschritt <\/u><\/p>\n<p>Den Sprintschritt kann man in vier Phasen gliedern: vordere Schwungphase, vordere St\u00fctzphase, hintere St\u00fctzphase und hintere Schwungphase.<\/p>\n<p>Bei der <span style=\"text-decoration: underline\">vorderen Schwungphas<\/span>e kommt es darauf an, dass ein aktiver, schneller Kniehub mit einem\u00a0 m\u00f6glichst spitzen Kniewinkel (ca. 15\u00b0), gefolgt von einem optimal weiten Vorpendeln des Unterschenkels, bei gleichzeitigem R\u00fccksenken des Oberschenkels, vorhanden ist. Danach wird der Unterschenkel zur\u00fcckgef\u00fchrt, bis es zum aktiven Fu\u00dfaufsatz kommt.<br \/>\nBei unserem Demonstrationsathleten ist der aktive Kniehub gut zu erkennen, jedoch ist der Kniewinkel nicht spitz genug und als Folge ist auch das Vorpendeln des Unterschenkels nicht optimal. Der Fu\u00dfaufsatz allerdings sieht sehr dynamisch aus.<\/p>\n<p>Trainingshinweis: Kniehebelauf und Anfersen verbinden; bei jedem Schritt zun\u00e4chst Anfersen, gefolgt von Kniehub. Dadurch soll der Athlet zum einen ein Gef\u00fchl daf\u00fcr bekommen, einen m\u00f6glichst spitzen Kniewinkel zu erreichen und zum anderen lernen den Unterschenkel weiter vorzupendeln und dadurch einen aktiveren Kniehub, sowie eine Steigerung der Schrittl\u00e4nge zu erzielen.<\/p>\n<p>Bei der <span style=\"text-decoration: underline\">vorderen St\u00fctzphase<\/span> kommt es dann zum aktiven Aufsetzen des Fu\u00dfes auf den Ballen, es folgt eine greifende Zugbewegung mit dem Fu\u00df nach hinten, wobei die Ferse leicht abgesenkt wird, jedoch nicht den Boden ber\u00fchrt. Der Landedruck wird elastisch abgefangen und eine Vorspannung wird aufgebaut. Wichtig dabei ist, dass die St\u00fctzdauer im Vorderst\u00fctz m\u00f6glichst kurz ist.<br \/>\nDer Athlet im Video setzt den Fu\u00df aktiv und bewusst auf den Ballen auf, allerdings ist die Zugbewegung des Fu\u00dfes nach hinten nicht wirklich zu erkennen und es wird sofort das Abdr\u00fccken eingeleitet.<\/p>\n<p>Das kann der Athlet trainieren indem, er im Gehen den Fu\u00df aktiv auf den Ballen aufsetzt und dann bewusst das Knie durchstreckt und sich auf die Zehenspitzen stellt. Dadurch erfolgt automatisch die greifende Zugbewegung nach hinten. Als Steigerung sollte der Athlet einen \u00dcbergang vom Gehen ins Laufen schaffen. Kein Problem, wenn zu Beginn dieser Bewegung etwas \u00fcbertrieben wird.<\/p>\n<p>Das Ziel der <span style=\"text-decoration: underline\">hinteren St\u00fctzphase<\/span> ist, das schnellkr\u00e4ftige Strecken von Fu\u00df-, Knie- und H\u00fcftgelenk, also die Entwicklung einer optimalen Abdruckkraft. Der Rumpf kommt in eine leichte Vorlage, die wechselseitige Armbewegung ist aktiv und die Hals-, Schulter- und Nackenmuskulatur soll entspannt sein.<br \/>\nDies ist die Phase, welche unser Demonstrationsathlet am besten vollzieht. Das Strecken von Fu\u00df-, Knie- und H\u00fcftgelenkt ist sehr schnellkr\u00e4ftig und das Abdr\u00fccken wirkt dynamisch. Einzig die Armbewegung k\u00f6nnte ein wenig kontrollierter sein. Man sollte den Athleten darauf hinweisen, dass er darauf achten soll, dass seine Fingerspitzen immer in Laufrichtung zeigen.<\/p>\n<p>Um diese Phase zu verbessern kann der Athlet Schnellkrafttraining aus\u00fcben, wie z.B. Seilspringen, Box Jumps, etc.<\/p>\n<p>Danach folgt die\u00a0<span style=\"text-decoration: underline\">hintere Schwungphase<\/span>, wobei man sich entspannt und auf einen effektiven Kniehub vorbereitet. Zun\u00e4chst erfolgt ein lockeres, entspanntes Auspendeln nach hinten oben (Beugung des Knies). Es entsteht eine leichte K\u00f6rpervorlage, durch das maximale Anfersen, bis zur Ges\u00e4\u00dfh\u00f6he, im Moment, wenn das Schwungbeinknie das St\u00fctzbein \u00fcberholt.<br \/>\nBei dieser Phase tritt beim Athleten, ein \u00e4hnliches Problem wie bei der vorderen Schwungphase auf. Das Anfersen ist nicht maximal genug und dadurch geht Schwung verloren. Im Training sollte vermehrt Anfersen ge\u00fcbt werden, und man sollte vor allem darauf achten, dass der Athlet das Knie maximal abknickt und ein Winkel von ca. 15\u00b0 erreicht wird.<\/p>\n<p>Beim allgemeinen Sprinttraining sind \u00dcbungen aus dem Lauf-ABC sehr zu empfehlen. Sehr gute \u00dcbungen z.B. sind: Hopserlauf, Sprunglauf, Anfersen, Kniehebelauf, \u00dcberg\u00e4nge zu schnellem Laufen, sowie Steigerung der Schrittfrequenz und Schrittl\u00e4nge.<\/p>\n<p>Video:\u00a0<a href=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/files\/2016\/12\/Sprintschritt.mov\">Sprintschritt<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anf\u00e4ngliche \u00dcberlegungen Wir versuchen in unserem Seminarblog die wichtigsten Punkte f\u00fcr eine Beobachtung und Durchf\u00fchrung einer Videoanalyse zu dokumentieren, sowie die m\u00f6glicherweise auftretenden Probleme zu behandeln. 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