{"id":1595,"date":"2017-03-01T12:28:41","date_gmt":"2017-03-01T10:28:41","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=1595"},"modified":"2017-03-01T12:28:41","modified_gmt":"2017-03-01T10:28:41","slug":"vivian-teichmann-1-rezension-fachartikel-in-ausgabe-3-der-redaktion-medienimpulse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=1595","title":{"rendered":"Rezension:  Kompetenzorientierte Medienp\u00e4dagogik als integraler Bestandteil der schulischen Bildung"},"content":{"rendered":"<p><strong>verfasst von\u00a0Vivian Teichmann: \u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Autoren:<\/strong> Gerhard Brandhofer\/ Walter Fikisz<\/p>\n<p><strong>Link:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.medienimpulse.at\/articles\/view\/965?navi=1\">http:\/\/www.medienimpulse.at\/articles\/view\/965?navi=1<\/a><\/p>\n<p><strong>Datum:<\/strong> 19.02. 2017<\/p>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>In dem von Gerhard Brandhofer und Walter Fikisz verfassten Artikel wird die kompetenzorientierte Medienp\u00e4dagogik im Blickpunkt Schule einer genauen Analyse unterzogen. Dabei werden Fragen behandelt wie: Was ist kompetenzorientierte Medienp\u00e4dagogik? Warum und wozu ben\u00f6tige ich diese in der Institution Schule? Wie kann ein Konzept dieser Medienp\u00e4dagogik konkret im Unterricht umgesetzt werden und welche Auswirkungen hat dies auf den Unterricht und die Sch\u00fclerInnen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bereits zu Beginn des Artikels wird am Beispiel Social Media exemplarisch dargestellt, welche Kompetenzen im Hinblick auf Medienerziehung bei SuS gesch\u00e4rft werden k\u00f6nnen. Die AutorInnen setzen die LeserInnen dar\u00fcber in Kenntnis,\u00a0 wie wenig seitens der Lehrkr\u00e4fte an Wissen \u00fcber Social Media vorhanden ist. Sie betonen au\u00dferdem, wie wichtig Medienp\u00e4dagogik unter anderem f\u00fcr die berufliche Qualifikation sei. Denn wie bereits zahlreiche Erkenntnisse belegen, beachten SuS\u00a0 (Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen) wie auch Erwachsene nicht, welche Konsequenzen ihre Postings bzw. Handlungen im Internet f\u00fcr ihre sp\u00e4tere berufliche Karriere als auch ihr Privatleben haben k\u00f6nnten. Kompetenzorientierte Medienp\u00e4dagogik soll dieser Unachtsamkeit entgegenwirken und ein neues Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine gefahrlose Nutzung digitaler Medien schaffen. Nicht zuletzt legen die Verfasser mit Untersuchungen des Mediennutzungsverhaltens von Kindern offen, warum, wie oft und mit welchen Inhalten sich Kinder unterschiedlichen Alters im Internet befassen. Hierbei handelt es sich vor allem um entwicklungs- und altersbedingte Fragestellungen, auf die heranwachsende Kinder im Internet und anderen Medien hoffen Antwort zu finden. Plattformen wie Facebook und WhatsApp sind dabei besonders beliebt. Warum? Im Jugendalter tendiert der Mensch dazu sich neu zu definieren, mit allen Facetten seines Ichs zu identifizieren. Diese Identifikation erfolgt durch den Vergleich mit -, die Inszenierung bzw. Rolleneinnahme von Vorbildern aus der Peer-Group bzw. Freunden von \u00fcberall auf der Welt. Facebook ist umso reizvoller f\u00fcr SuS, da hier \u00fcber das pers\u00f6nliche, sehr vertraute Umfeld, wie es bei Whatsapp \u00fcblich ist, pl\u00f6tzlich dar\u00fcber hinaus mit Freunden kommuniziert werden kann, die man m\u00f6glicher Weise noch nie real gesehen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit den Erkenntnissen \u00fcber dieses Mediennutzungsverhalten machen\u00a0 Gerhard Brandhofer und Walter Fikisz deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit verschiedenen Mediennutzungsformen in der Schule ist. Nicht nur, um SuS vor jeglicher Gefahr im Internet und bei Nutzung anderer Medien zu sch\u00fctzen. Vielmehr noch, um das Bewusstsein zu sch\u00e4rfen, welche Vorstellungen, Bilder, Emotionen durch Medien geschaffen werden k\u00f6nnen, und \u00a0den Kindern eine kritische und achtsame Auseinandersetzung mit diesen Medien zu lehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Umsetzung kompetenzorientierten Unterrichts soll dabei die Medienerfahrung in den Mittelpunkt des Geschehens stellen. SuS sind mehr denn je gefragt, wenn es darum geht, ihr Vorwissen bez\u00fcglich des Gebrauchs und den Inhalten der gesamten Medienlandschaft zu aktivieren. Oft wissen sie weit mehr, als Lehrpersonen diesbez\u00fcglich glauben lehren zu k\u00f6nnen. Ziel ist es, integrale Medienp\u00e4dagogik im Unterricht zu \u00fcben. Dies bedeutet, dass der Zugang zu dieser immer \u00fcber ein Thema geschaffen werden muss, das f\u00fcr SuS auch interessant, m\u00f6glichst erlebnisorientiert und alltagsbezogen ist. Erst dadurch k\u00f6nnen Kompetenzen wie das Empathieverm\u00f6gen, Achtung der kulturellen und sozialen Heterogenit\u00e4t, sowie Unterscheidung privater, beruflicher und \u00f6ffentlicher Sph\u00e4re im Internet\u00a0 durch Medienerziehung und Medienp\u00e4dagogik gesch\u00e4rft werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich festhalten, dass kompetenzorientierte Medienp\u00e4dagogik im Unterricht nur dann erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn ein Paradigmenwechsel geschieht, n\u00e4mlich,\u00a0 wenn streng hierarchische Strukturen in der Schule zur Sensibilisierung der Medienerziehung , aufgel\u00f6st werden. Die Lehrperson ist in dieser Hinsicht nicht allwissend, was Mediennutzung anbelangt. SuS wird dadurch die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, den Unterricht weit mehr mitzubestimmen und mediale Aspekte aus ihrem Leben in das Unterrichtsgeschehen einflie\u00dfen zu lassen, und dieses mitzubestimmen. Erst dadurch k\u00f6nnen sich Sch\u00fclerInnen mit Medienkompetenz in der Schule\u00a0 zu m\u00fcndigen, emanzipierten und \u00a0verantwortungsvollen wie achtsamen Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Pers\u00f6nliche Meinung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus meinem Standpunkt ist kompetenzorientierte Medienp\u00e4dagogik mehr denn je relevant und wichtig im Unterrichtsgeschehen der Institution Schule. Wenn man bedenkt, wie unachtsam und unreflektiert heranwachsende Jugendliche mit Medien umgehen zu wissen, bedarf es weit mehr Einsatz seitens der Lehrkr\u00e4fte, um SuS zu sch\u00fctzen und im Bereich der Medienp\u00e4dagogik weiterzuentwickeln. Aus diesem Grunde erachte ich den Artikel mehr als nur relevant f\u00fcr mich und andere Lehrpersonen wie anderen Personen in der Institution Schule. Da Medienerziehung ohnehin, wie die Autoren uns wissen lassen, im Lehrplan bereits fest verankert ist, liegt es in unserer Verantwortung diese auch im Unterricht umzusetzen. Besonders gut an diesem Artikel gef\u00e4llt mir der praktische Bezug zur effektiven Umsetzung kompetenzorientierter Medienp\u00e4dagogik. Es wird anhand konkreter Beispiele genau erl\u00e4utert, welche Kompetenz wie im Unterricht gef\u00f6rdert werden kann, und dass dies nie getrennt vom aktuellen Thema geschehen sollte. Ein wirklich interessanter Artikel, der uns Lehrpersonen wachr\u00fctteln l\u00e4sst und sogleich als Appell an unser Engagement zur Verwirklichung dieses Konzeptes angesehen werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>verfasst von\u00a0Vivian Teichmann: \u00a0 Autoren: Gerhard Brandhofer\/ Walter Fikisz Link: http:\/\/www.medienimpulse.at\/articles\/view\/965?navi=1 Datum: 19.02. 2017 Inhalt In dem von Gerhard Brandhofer und Walter Fikisz verfassten Artikel wird die kompetenzorientierte Medienp\u00e4dagogik im Blickpunkt Schule einer genauen Analyse unterzogen. 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