{"id":2059,"date":"2018-02-13T12:40:16","date_gmt":"2018-02-13T10:40:16","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=2059"},"modified":"2018-02-13T12:40:16","modified_gmt":"2018-02-13T10:40:16","slug":"rezension-lernen-mit-online-videos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=2059","title":{"rendered":"Rezension-Lernen mit Online Videos"},"content":{"rendered":"<p>Rezension: Lernen mit Online-Videos &#8211; Eine Einf\u00fchrung\u00a0 von <a href=\"http:\/\/www.medienimpulse.at\/articles\/view\/1041?navi=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Klaus Rummler<br \/>\nErschienen in medienimpulse 2-17<\/a><\/p>\n<p>Geschrieben von Alisa Paede<\/p>\n<p>Datum: 10.02.2017<\/p>\n<p>Hand aufs Herz. Wer hat nicht zu You Tube gegriffen um den einen oder anderen Gitarrengriff noch einmal genau erkl\u00e4rt zu bekommen? Wenn Verst\u00e4ndnisschwierigkeiten in Deutsch, Mathematik oder doch Physik herrschen-Online findet man bestimmt Hilfe. Mittlerweile gibt es unz\u00e4hlige Onlineportale, Trainings, Lernvideos und \u00dcbungen, die einem das Leben erleichtern k\u00f6nnen, falls man nicht mehr weiter wei\u00df.<\/p>\n<p>In dem Artikel von Klaus Rummler geht es um das Thema Lernen mit und durch Online-Videos. Hier wird das Thema aus verschiedenen Blickwinkel n\u00e4her betrachtet und erkl\u00e4rt und die dazugeh\u00f6rigen Vor- und Nachteile dieser neuen Entwicklung aufgegriffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den gro\u00dfen Erfolg von You Tube ist die Dreiecksbeziehung von gesellschaftlichen, sozialen und technologischen Strukturen erkl\u00e4rbar, welche sich in den letzten 30 Jahren rasant entwickelt hat.<\/p>\n<p>Aus den Personal Computern aus den 80-er Jahren wurden portable Smartphones, mit denen man unterwegs seine Gesch\u00e4fte, Bank\u00fcberweisungen und sein Zugticket kaufen kann. Somit wurden sie zu unverzichtbaren Alltagsbegleiter, die einem das Lernen auch unterwegs erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Laut der Bremer Befragung zur Nutzung, Produktion und Publikation von Jugendlichen kam heraus, dass sie in den Bereichen Sport, Styling und Mode, Musizieren, Basteln, Reparieren und auch f\u00fcr das schulische Lernen Online-Videos nutzen.<\/p>\n<p>Alle diese Online-Videos haben unterschiedlichste Videoformate und lassen sich in Lehrfilme, Dokumentarfilme, Videotutorials, oder auch Erkl\u00e4rvideos kategorisieren. Sie alle unterscheiden sich stark von einander und doch werden alle zum Nachvollziehen, Nachmachen und Lernen gebraucht.<\/p>\n<p>\u201eIn dieser Leseart, gibt es vielf\u00e4ltige \u00dcberlappungen und sehr schmale Grenzen zwischen diesen Kategorisierungen.\u201c<\/p>\n<p>(Rummler, Klaus (2017): Lernen mit Online-Videos-Eine Einf\u00fchrung)<\/p>\n<p>Es zeigt sich auch, dass die Jugendlichen Online-Videos nicht nur zur Unterhaltung und zum Lernen nutzen, sondern Videos zu bestimmten Themen auch selbst produzieren. Lernprozesse, die w\u00e4hrend der eigenen Produktion entstehen sind Lernen am Modell (Prozess des Nachahmens) und Lernen durch Reflexion und Analyse (Wissen erweitern, Theorie und Praxis verbinden, Perspektivenwechsel durchf\u00fchren,&#8230;).<\/p>\n<p>Die Produktion von Erkl\u00e4rvideos (Lernen durch Lehren) entspricht der h\u00f6chsten Lernzielstufe. Hier wird eine tiefere Durchdringung des zu vermittelnden Inhalts gefordert. Der \u201eFilmemacher\u201c muss sich ganz genau mit dem Inhalt, Planung, Material und der Ausf\u00fchrung auseinandersetzen. Er schl\u00fcpft in die Rolle des Lehrenden und fokussiert sich auf den Adressaten, wodurch er gleichzeitig sein Fachwissen vertieft und anwendet.<\/p>\n<p>Mittlerweile werden Videos in der Berufsausbildung und der beruflichen Weiterbildung als Werkzeuge eingesetzt.<\/p>\n<p>Auch an vielen Universit\u00e4ten und Hochschulen sind Videoaufzeichnungen und live-streams von Vorlesungen zu finden. Das Speichern und sp\u00e4tere Verf\u00fcgbarmachen dieser Aufzeichnungen dienen dem selben Ziel. Der Student oder die Studentin hat die M\u00f6glichkeit eine vers\u00e4umte Vorlesung auch zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt zu sehen und sie, wenn notwendig, auch \u00f6fter anzuschauen.<\/p>\n<p>Trotz der vielen Euphorie, die dem entgegen str\u00f6mt, muss man auch einige Nachteile erw\u00e4hnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es ist unklar ob diese Videos an den entsprechenden Stellen das passende Vermittlungsformat sind.<\/li>\n<li>Videos sind sehr teuer und ziehen mit sich hohe Sach- und Personalkosten. Eine Stunde Video ben\u00f6tigt zehn Stunden Personal!<\/li>\n<li>Gute Hochschuldozierende sind nicht gleichzeitig auch gute Videodarsteller. Die Dozierenden m\u00fcssen in eine Rolle schl\u00fcpfen, \u00e4hnlich die den Schauspielern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jedoch selbstproduzierte Videos von Lehrpersonen oder You Tube Videos, die an Sch\u00fcler\/innen gerichtet sind k\u00f6nnen zur Vertiefung und Wiederholung verwendet werden. Es wird den Lehrpersonen auch empfohlen sich Videos von anderen Lehrpersonen anzuschauen um eventuell neue Arten der Pr\u00e4sentation kennenzulernen, neue Experimente durchzuf\u00fchren oder neue didaktische Ideen zu sammeln.<\/p>\n<p>Auch hier muss man sich einigen Schwierigkeiten und Problemen stellen. Nicht immer ist es einfach ein Video zu produzieren und h\u00e4ngt viel von den Gegebenheiten der Schule und den eigenen Kompetenzen ab. Probleme wie Schneiden und \u00dcbertragen eines Videos und fehlende, kostenpflichtige Software k\u00f6nnten entstehen. Dies in schulischen Kontexten zu n\u00fctzen, braucht es finanzielle Mittel, die oft nicht vorhanden sind.<\/p>\n<p>Digitale Medien sind aus der heutigen Zeit f\u00fcr Sch\u00fcler, Studenten, Lehrende und viele andere Menschen nicht mehr wegzudenken. Wir sind st\u00e4ndig damit konfrontiert sich in der \u201evirtuellen Welt\u201c auseinanderzusetzen und oft k\u00f6nnen wir uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche w\u00e4re der Alltag ohne sein\/ihr Smartphone nicht vorstellbar. Wie oft hat es uns beim finden einer Adresse, beim Reparieren eines Fahrradreifens oder beim Kuchenbacken geholfen.<\/p>\n<p>Der Vorteil ist, dass uns immer geholfen wird. Ob bei der Mathematik Hausaufgabe oder Planen einer Pr\u00e4sentation, wir brauchen nur gezielt einzutippen und uns zu der richtigen Seite durchzusuchen.<\/p>\n<p>Der Nachteil wiederrum ist, dass wir uns selten auf uns selbst oder auf unsere Instinkte verlassen. Wir besuchen keine B\u00fcchereien um zu einer Information zu kommen, wir fragen keine Nachbarn wie nochmal das Rezept genau geht und wir strengen uns auch nicht mehr so an.<\/p>\n<p>Alles was wir brauchen, befindet sich in unserer Hosen-, Jacken- oder Handtasche und es braucht nicht viel, nur ein Ladeger\u00e4t.<\/p>\n<p>So sehr es uns auch unseren Alltag erleichtert, so sehr macht es mir auch Angst, da wir immer mehr davon abh\u00e4ngig und gefangen werden.<\/p>\n<p>Der gesamte Artikel zu lesen unter: <a href=\"http:\/\/www.medienimpulse.at\/articles\/view\/1041\">http:\/\/www.medienimpulse.at\/articles\/view\/1041<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension: Lernen mit Online-Videos &#8211; Eine Einf\u00fchrung\u00a0 von Klaus Rummler Erschienen in medienimpulse 2-17 Geschrieben von Alisa Paede Datum: 10.02.2017 Hand aufs Herz. 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