{"id":3282,"date":"2019-12-31T00:28:11","date_gmt":"2019-12-30T22:28:11","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=3282"},"modified":"2019-12-31T00:28:11","modified_gmt":"2019-12-30T22:28:11","slug":"das-scratchen-im-mumok-kunst-technik-unter-einem-dach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=3282","title":{"rendered":"Das \u201eScratchen\u201c im Mumok \u2013 Kunst und Technik unter einem Dach"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/files\/2019\/12\/IMG-20191208-WA0008-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3283\" srcset=\"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/IMG-20191208-WA0008-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/IMG-20191208-WA0008-300x169.jpg 300w, https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/IMG-20191208-WA0008-768x432.jpg 768w, https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/IMG-20191208-WA0008-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/IMG-20191208-WA0008.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Foto:privat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich zum ersten Mal den Begriff \u201eScratch Lab\u201c h\u00f6rte, konnte ich damit rein gar nichts anfangen. \u201eWas hat Programmieren mit Museum zu tun?\u201c, war wohl eine der ersten Fragen, die mir durch den Kopf schoss. Nun, eine ganze Menge! Benedikt Hochwartner leitet das \u201edigitale Atelier\u201c im Mumok Wien. Obwohl Benedikt seine Ausbildung nicht in den Fokus r\u00fccken wollte, finde ich es dennoch sehr spannend, dass er sowohl Kontrabasslehrer, als auch im technischen Bereich sehr versiert ist. Weshalb das \u201eScratchen\u201c f\u00fcr ihn so wichtig ist, ist schnell erkl\u00e4rt: Kinder und Jugendliche sollen erkennen, dass stets eine Person mit ihren Ideen und Vorstellungen hinter einem Programm steckt und nichts \u201eeinfach so\u201c passiert. Au\u00dferdem sei es w\u00fcnschenswert, dass Programmieren nicht nur als Privileg oder besondere F\u00e4higkeit einiger weniger technikaffiner Personen gilt, sondern dass bereits bei jungen Menschen ein Verst\u00e4ndnis geweckt wird, wie diese Vorg\u00e4nge funktionieren. Kritisches Denken und die Erm\u00e4chtigung, selbstst\u00e4ndig zu handeln sind wichtige S\u00e4ulen, auf denen das Konzept des Vermittlungsangebots beruht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrmals trifft sich eine gleichbleibende Gruppe Kinder in den Semesterferien oder sogar w\u00f6chentlich \u00fcber ein ganzes Semester verteilt, um Grundkenntnisse des Programmierens zu erlernen und ihre eigenen Ideen anschlie\u00dfend kreativ damit zu verkn\u00fcpfen und umzusetzen. Viele Kinder und Jugendliche wollen vor allem eines: eigene Computerspiele entwickeln. Aber \u201eScratchen\u201c ist und kann viel mehr, weshalb einige TeilnehmerInnen sogar \u00fcber mehrere Semester hinweg im Kurs bleiben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie funktioniert es nun \u00fcberhaupt, dieses \u201eScratchen\u201c? <br>Jede Einheit startet mit dem Besuch einer Ausstellung, wobei jeweils verschiedene Themen von Farbwahl \u00fcber Farbtechniken, Material etc. im Fokus der Analyse stehen. Im Atelier wird der Bezug zum Besprochenen hergestellt, daraufhin Befehle und Werkzeuge eingef\u00fchrt, welche im Anschluss selbstst\u00e4ndig am Laptop getestet werden k\u00f6nnen. Die TeilnehmerInnen setzen Lerninhalte sofort in die Praxis um beziehungsweise die Arbeit an ihren anderen Scratch-Projekten fort. Die Peer-MentorInnen arbeiten ebenfalls an ihren Projekten, unterst\u00fctzen Benedikt zudem aber auch dabei, die Fragen der Kinder und Jugendlichen zu beantworten und Hilfestellungen anzubieten. <br>Abschlie\u00dfend erfolgt eine Projektpr\u00e4sentation durch ein von Benedikt ausgew\u00e4hltes Kind, gezwungen wird dazu jedoch niemand. Die TeilnehmerInnen geben dazu Auskunft \u00fcber ihre Idee, aufgetretene Probleme und wie diese gel\u00f6st wurden, beantworten Fragen und stellen sich dem konstruktiven Feedback der interessierten KollegInnen dazu. Auf die Wichtigkeit dessen und wesentliche Faktoren weist Benedikt immer wieder hin: \u201eImmer erst sagen, was dir gut gefallen hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bis heute frei verf\u00fcgbare Programm zum \u201eScratchen\u201c wurde in den USA entwickelt und meint eine visuelle Programmiersprache aufgeteilt auf drei Spalten: verschiedene Farbschemen, Programmierbefehle, Ausf\u00fchrung. Alle drei Teile sind nebeneinander stets zu sehen und beliebig \u00fcberarbeit- und kombinierbar. Es ist h\u00f6chst faszinierend, mit wie viel Hingabe, Motivation und Kreativit\u00e4t die Kinder L\u00f6sungen erarbeiten und mit wie viel Ausdauer sie an ihren Projekten \u201edranbleiben\u201c. Ein Loblied auf die intrinsische Motivation in Verbindung mit handlungsorientiertem Lernen und darauf, dass Technik und Kunst eine spannende Kombination ergeben kann und nicht \u201estaubtrocken\u201c sein muss, wie viele P\u00e4dagogInnen bis heute vermuten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich zum ersten Mal den Begriff \u201eScratch Lab\u201c h\u00f6rte, konnte ich damit rein gar nichts anfangen. \u201eWas hat Programmieren mit Museum zu tun?\u201c, war wohl eine der ersten Fragen, die mir durch den Kopf schoss. 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