{"id":444,"date":"2014-02-25T17:22:58","date_gmt":"2014-02-25T15:22:58","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=444"},"modified":"2014-02-25T17:22:58","modified_gmt":"2014-02-25T15:22:58","slug":"das-handy-im-unterricht-fluch-oder-segen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=444","title":{"rendered":"Das Handy im Unterricht &#8211; Fluch oder Segen?"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;In vielen Schulen wird das Handy verboten, weil es st\u00f6rt. Jedoch ist das Handy f\u00fcr Kinder und Jugendliche ein wichtiger allt\u00e4glicher Begleiter. Ein anderer Weg ist, das Handy konstruktiv in den Unterricht einzubeziehen und es alspositive Chance zu nutzen. Medienkompetenz zu vermitteln, ist eine Aufgabe, die im \u201eGrundsatzerlass zur Medienbildung\u201c20)des BMUKK (2001)festgeschrieben ist und f\u00fcr alle Schultypen gilt. Das bedeutet, dass jede Lehrkraft einerseits diekritisch-reflexive Nutzung von Medien in ihren Fachunterricht einflie\u00dfen lassen, andererseits den Einsatz von audiovisuellen Medien als Unterrichtsmittel forcieren sollte. Dass die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen im Unterricht ber\u00fccksichtigt wird, ist ebenfalls eine alte Forderung.<\/p>\n<p>Klar ist, dass die Schule heute (noch) nicht von den Eltern verlangen kann, den Kindern ein entsprechendes Handy zur Verf\u00fcgung zu stellen, um es im Unterricht einsetzen zu k\u00f6nnen. Klar ist auch, dass das Handy die bestehenden Angebote in der Schule (z.B. Computer) nicht ersetzen kann \u2013 das ist auch gar nicht das Ziel. Dennoch gibt es immer mehr Klassen, in denen alle Sch\u00fclerInnen ein Handy haben; viele davon auch so genannte \u201eSmartphones\u201c,die \u00fcber vielf\u00e4ltige Funktionen verf\u00fcgen. Es kann sich lohnen, dar\u00fcber nachzudenken, wie man dieses technische Potential positiv nutzen kann.<\/p>\n<p>Auch wenn viele Kinder und Jugendliche bereits ein oder sogar mehrere Handy\/s besitzen, gibt es immer wieder auch Sch\u00fclerInnen, die gar kein Handy oder nur ein relativ altes Ger\u00e4t haben. Um im Unterricht nicht auf den Einsatz des Handys verzichten zu m\u00fcssen, sind Gruppenarbeiteneine L\u00f6sung. Die Gruppen k\u00f6nnen so zusammengestellt werden, dass immer ein modernes Ger\u00e4t pro Gruppe vorhanden ist. Verf\u00fcgt die Schule \u00fcber einen W-LAN-Zugang, fallen mit entsprechenden Handys auch keine zus\u00e4tzlichen (privaten) Kosten bei der Internetnutzung an. Es geht also \u00fcberhaupt nicht darum, die Sch\u00fclerInnen zur Nutzung von Handys im Unterricht zu \u201ezwingen\u201c, sondern vielmehr um das Er\u00f6ffnen neuer M\u00f6glichkeiten. Warum soll ein\/e engagierte\/r Sch\u00fclerIn nicht in der Lage sein d\u00fcrfen, im Biologie-Unterricht \u00fcber das Handy verschiedene Zusammenh\u00e4nge im Internet nachforschen zu k\u00f6nnen und die Ergebnisse dann der gesamten Klasse vorzustellen? Warum soll das Vokabelheft nicht am Handy gef\u00fchrt werden oder ein mobiles W\u00f6rterbuch verwendet werden? Warum soll das Handy nicht als Fotokamera in der bildnerischen Erziehung dienen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><strong>Regeln ausmachen<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Sie das Handy im Rahmen Ihres Unterrichtes einsetzen, vereinbaren Sie mit den Sch\u00fclerInnen Regeln. Beispielsweise zum Umgang mit Bildern; hier k\u00f6nnte eine Vorgabe sein, dass Fotos nur ver\u00f6ffentlicht werden<br \/>\nd\u00fcrfen, wenn die Abgebildeten zustimmen. Eine weitere Regel kann sein, dass in der Zeit des Projekts keine \u201eunterrichtsfernen\u201c Dinge mit dem Handy gemacht werden, z.B. kein Surfen im Sozialen Netzwerk oder kein Schreiben von SMS an FreundInnen.<br \/>\nMachen Sie die Nutzung des Handys im Unterricht auch unter Umst\u00e4nden den Eltern transparent, etwa wie im Die ideale ausstattung in der Schule<br \/>\nNat\u00fcrlich k\u00f6nnen bestehende Schulgeb\u00e4ude nur bedingt an die Anforderungen von neuen Techniken angepasst werden. Bei zuk\u00fcnftigen Um-, Aus- oder Neubauten sollten jedoch folgende bauliche Rahmenbedingungenber\u00fcck-sichtigt werden, damit der Nutzung von neuen Medien im Unterricht (wie eben Handys) nichts mehr im Wege steht:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Ausreichend Steckdosen zum Laden der Handys.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Einen W-LAN-Zugang, um bei der Internetnutzung \u00fcber das Handy nicht die private Rechnung der Sch\u00fclerInnen zu belasten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schummeln mit dem Handy<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend es zum Schummeln fr\u00fcher nur ein paar eingeschr\u00e4nkte M\u00f6glichkeiten gab, haben die Sch\u00fcler-Innen mithilfe elektronischer Ger\u00e4te inzwischen zahlreiche \u201eHightech\u00adMethoden\u201centwickelt, um ihre Lehrer Innen auszutricksen. W\u00e4hrend einer Schularbeit eine SMS mit einem Rechenbeispiel an dengro\u00dfen Bruder zu schicken oder schnell einmal mit dem am Klo vorab deponierten Handy anzurufen, w\u00e4ren beispielsweise solche Varianten. Oder es wird gleich das ganze Angabeblatt mit der Handykamera abgelichtet und versendet. Auch als Taschenrechner, Formel- oder Vokabelspeicher eignen sich Handys hervorragend. Durch das mobile Internet k\u00f6nnen Antworten zudem ganz einfach recherchiert oder Text-stellen \u00fcbersetzt werden. Ein beliebter Trick ist auch, L\u00f6sungshilfen daheim als Audio-Datei vorzubereiten und die Kopfh\u00f6rer beim Test unter den Haaren zu verstecken. Wird ein\/e Sch\u00fclerIn mit dem Handy erwischt, kommt oft die Ausrede, dass er\/sie nur auf die Uhr geschaut hat.\u201c<\/p>\n<p>(Amann-Hechenberge, Barbara. Buchegger Barbara und Schwarz Sonja \u00b2(2011): Das Handy in der Schule. Mit Chancen und Risiken kompetent umgehen. Abzurufen unter: http:\/\/www.saferinternet.at\/ [25.2.2014]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;In vielen Schulen wird das Handy verboten, weil es st\u00f6rt. Jedoch ist das Handy f\u00fcr Kinder und Jugendliche ein wichtiger allt\u00e4glicher Begleiter. Ein anderer Weg ist, das Handy konstruktiv in den Unterricht einzubeziehen und es alspositive Chance zu nutzen. 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