{"id":469,"date":"2014-03-13T21:43:09","date_gmt":"2014-03-13T19:43:09","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=469"},"modified":"2014-03-13T21:43:09","modified_gmt":"2014-03-13T19:43:09","slug":"gefahren-im-internet-und-ihre-pravention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=469","title":{"rendered":"Gefahren im Internet und ihre Pr\u00e4vention"},"content":{"rendered":"<p dir=\"ltr\"><strong><a href=\"http:\/\/phoodle.phwien.ac.at\/mod\/forum\/discuss.php?d=2129\">Wie kann man Kinder \u00fcber die Gefahren im Internet aufkl\u00e4ren?<\/a><\/strong><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Ein Leben ohne Internet ist f\u00fcr uns Menschen kaum noch vorstellbar und ist ein Teil unseres Lebens geworden. Aber auch im Alltag der Kinder spielen digitale Medien eine wesentliche Rolle. Heutzutage kommen Kinder schon im fr\u00fchen Alter mit digitalen Medien wie Internet, Handy, Tablets und Computern in Ber\u00fchrung.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Wichtig ist, dass sich Menschen, schon im jungen Alter Medienkompetenzen aneignen und das Internet sicher und kritisch nutzen. Eltern sollten ebenfalls \u00fcber ausreichende Medienkenntnisse verf\u00fcgen, damit ihre Bem\u00fchungen um einen sicheren Umgang mit digitalen Medien keine Wunschvorstellungen bleiben.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Eltern und P\u00e4dagogen sollten Kinder f\u00fcr den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet vorbereiten und sie auf diesem Weg unterst\u00fctzen. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass Kinder, aber auch Erwachsene, fr\u00fchzeitig den richtigen und kritischen Umgang mit dem Internet erlernen, um sich einigerma\u00dfen vor den Risiken und Gefahren zu sch\u00fctzen, die im Internet auf sie lauern. Viele Kinder, aber auch Eltern sind sich dennoch der Risiken und Gefahren nicht bewusst.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Um die Frage zu beantworten, wie Kinder \u00fcber die Gefahren im Internet aufgekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen, muss man sich erstmal dar\u00fcber im Klaren sein, was diese Gefahren \u00fcberhaupt sind.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die bekanntesten sind vermutlich die, \u00fcber die man oft in verschiedensten Medien h\u00f6rt.<br \/>\nDazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Privatsph\u00e4re (z.B.: virtual stalking)<\/li>\n<li>Wahrheitsfaktor von Information (z.B.: Wikipedia)<\/li>\n<li>Cyberbullying und Cybermobbing<\/li>\n<li>Anonymit\u00e4t als Problem<\/li>\n<li>die Frage nach Legalit\u00e4t (z.B.: illegaler Download von Medien)<\/li>\n<li>Suchtfaktor<\/li>\n<\/ul>\n<p dir=\"ltr\">Auf ein paar dieser Probleme gehen wir im folgenden etwas n\u00e4her ein und geben Beispiele f\u00fcr \u00dcbungen, die mit SuS f\u00fcr eine Sensibilisierung im Bezug auf die Gefahren gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong><br \/>\nPrivatsph\u00e4re<\/strong><br \/>\nAufgrund der Vielzahl an sozialen Netzwerken ist es leicht, den \u00dcberblick \u00fcber ver\u00f6ffentlichte private Daten zu verlieren.<br \/>\nUm Kinder darauf aufmerksam zu machen wie viel \u00fcber sie und ihre Freunde im Internet gefunden werden kann, kann die folgende \u00dcbung gemacht werden.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>\u00dcbung:<\/strong><br \/>\nDie SuS sollen ihren eigenen Namen in Suchmaschinen und Suchfunktionen sozialer Netzwerke eingeben. Sie sollen versuchen so viel wie m\u00f6glich \u00fcber sich selbst herauszufinden und dabei gefundene Informationen notieren.<br \/>\nSie sollen aber auch Informationen notieren zu gefundenen Personen mit demselben Namen.<br \/>\nDadurch wird deutlich gemacht, wie viel sie von sich selbst Preis geben, aber auch, dass es leicht zu Verwechslungen kommen kann.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Material zu diesem Thema kann auf <a href=\"http:\/\/www.saferinternet.at\/uploads\/tx_simaterials\/Schulmaterial_Schutz_der_Privatsphaere_im_Internet.pdf\">http:\/\/www.saferinternet.at\/uploads\/tx_simaterials\/Schulmaterial_Schutz_der_Privatsphaere_im_Internet.pdf<\/a> gefunden werden<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong><br \/>\nWahrheitsfaktor von Information<\/strong><br \/>\nDie Bandbreite des Internets macht es jedem, der einen Zugang dazu hat m\u00f6glich Texte zu ver\u00f6ffentlichen. Dementsprechend kann man nicht alles glauben, was man im Internet lie\u00dft, weil man nie ganz sicher sein kann, wer der Autor ist, beziehungsweise welche Kompetenzen er besitzt. Kindern muss man verdeutlichen, dass sie sich nicht auf jede Information, die im Internet gefunden werden kann, verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>\u00dcbung:<br \/>\n<\/strong>Den SuS wird der Auftrag erteilt, zu einem Thema im Internet zu recherchieren. Das Thema sollte allerdings so gew\u00e4hlt sein, dass bereits ein Vorwissen seitens der SuS besteht, also entweder passend zum Lehrstoff, oder die Kinder w\u00e4hlen ein Thema, das sie privat sehr interessiert.<br \/>\nZu diesem Thema sollen sie in Gruppenarbeit drei Websites finden, und die Information, die diese enthalten, vergleichen. M\u00f6gliche Fragestellungen um dieses zu vereinfachen k\u00f6nnten sein:<\/p>\n<ol>\n<li>Wie viel Information bietet die Seite? Fehlt deiner Meinung nach etwas?<\/li>\n<li>Widersprechen sich die einzelnen Seiten?<\/li>\n<li>Wie ist der Text geschrieben? Eher einfach oder schwer?<\/li>\n<li>Kann man nachvollziehen, wer den Text geschrieben hat? Findet man \u00fcber diese Person etwas im Internet?<\/li>\n<\/ol>\n<p dir=\"ltr\">Anhand dieser Punkte sollen, sie dann dar\u00fcber diskutieren, ob sie die Seite f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdig halten, oder nicht. Die Ergebnisse werden der Klasse pr\u00e4sentiert und besprochen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.saferinternetday.org\/web\/guest\/gallery\">http:\/\/www.saferinternetday.org\/web\/guest\/gallery<\/a><a href=\"https:\/\/de.wikiversity.org\/wiki\/Wikipedia#Unterrichtsideen_und_Beispiele\"><br \/>\nhttps:\/\/de.wikiversity.org\/wiki\/Wikipedia#Unterrichtsideen_und_Beispiele<\/a><\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong><br \/>\nCybermobbing<br \/>\n<\/strong>Als Internetnutzer l\u00e4uft man auch der Gefahr, Opfer von Cybermobbing zu werden. Beim Cybermobbing handelt es sich um das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bel\u00e4stigen, Blo\u00dfstellen, Schikanieren und die soziale Isolation anderer mit Hilfe moderner digitaler Medien. Cybermobbing erstreckt sich meistens \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum, kann rund um die Uhr, \u00fcberall dort, wo digitale Medien verwendet werden k\u00f6nnen, erfolgen und richtet sich auf bestimmte Personen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Cybermobbing unterscheidet sich vom klassischen Mobbing nur im Hinblick auf Raum, denn man ist nicht einmal in seinen eigenen W\u00e4nden sicher. Ger\u00fcchte oder Drohungen, die ver\u00f6ffentlicht werden, k\u00f6nnen sich durch moderne Kommunikationsmittel relativ leicht und rasant unter einem gro\u00dfen Publikum verbreiten. Alle Inhalte, die ins Internet gestellt wurden, werden nicht komplett gel\u00f6scht, k\u00f6nnen immer wieder zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt auftauchen. Die Cyberbullies agieren meist anonym auf digitalem Wege und verstecken sich hinter ihrer Online-Identit\u00e4t.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>\u00dcbung:<br \/>\n<\/strong>Die SuS erhalten drei Informationsbl\u00e4tter: Was Cybermobbing \u00fcberhaupt ist, was man dagegen machen und wie man sich sch\u00fctzen kann und welche gesetzlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit Cybermobbing existieren.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die vorrangigen Ziele dieser \u00dcbung sind, dass sich die SuS Gedanken \u00fcber gemeinsame Auswege aus einer Cybermobbing-Situation machen und antizipierte \u201eSituationausg\u00e4nge\u201c im Rollenspiel konkretisieren.<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p dir=\"ltr\">Zun\u00e4chst wird ihnen ein Abschnitt des englischen Films \u201eLet\u00b4s fight it together\u201c mit deutschen Untertiteln vorgef\u00fchrt, der auch online unter<a href=\"http:\/\/old.digizen.org\/cyberbullying\/film_de.aspx\"> http:\/\/old.digizen.org\/cyberbullying\/film_de.aspx<\/a> abrufbar ist.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\">Anschlie\u00dfend werden in einem Rollenspiel einige im Film vorkommende Akteure durch Sch\u00fcler besetzt, w\u00e4hrend alle anderen Sch\u00fcler ihre Kollegen als Coaches unterst\u00fctzen. Insgesamt ergeben sich sechs Gruppen (je 3-4 Coaches). Es k\u00f6nnen aber auch zwei bis drei Sch\u00fcler als Beobachter agieren, die die im Spiel vorkommenden L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten niederschreiben.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p dir=\"ltr\">Ausgangsituation ist, dass sich die beteiligten Personen \u00fcber einen Ausweg aus der Cybermobbing-Situation beraten und sich \u00fcberlegen, wie sie ihre Rolle authentisch spielen k\u00f6nnen. Anschlie\u00dfend erfolgt das eigentliche Rollenspiel, in das die Gruppen ihre Meinungen und ihre L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge zur Sprache bringen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Ausf\u00fchrlichere Informationen zum Thema \u201eCybermobbing\u201c und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den Unterricht finden sich unter h<a href=\"http:\/\/www.saferinternet.at\/uploads\/tx_simaterials\/Schulmaterial_Aktiv_gegen_Cyber_Mobbing.pdf\">ttp:\/\/www.saferinternet.at\/uploads\/tx_simaterials\/Schulmaterial_Aktiv_gegen_Cyber_Mobbing.pdf<\/a> ,<a href=\"http:\/\/www.internet4jurists.at\">www.internet4jurists.at<\/a> \u00a0,<a href=\"http:\/\/www.bmwfj.gv.at\/Jugend\/Jugendschutz\/Seiten\/Jugendgef\u00e4hrdendeGegenst\u00e4nde.aspx\"> www.bmwfj.gv.at\/Jugend\/Jugendschutz\/Seiten\/Jugendgef\u00e4hrdendeGegenst\u00e4nde.aspx<\/a> uvm.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong><br \/>\nAnonymit\u00e4t als Problem<\/strong><br \/>\nWie oben bereits angesprochen, ist ein weiteres Problem die Annonymit\u00e4t, die die virtuelle Welt bieten kann. Personen haben im Internet die M\u00f6glichkeit ihre Identit\u00e4t zu verbergen und falsche Informationen bez\u00fcglich ihrer Person und ihrem Charakter zu ver\u00f6ffentlichen. Besonders h\u00e4ufig wird das in Chatr\u00e4umen ausgenutzt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>\u00dcbung:<br \/>\n<\/strong>Um auf die Gefahren von verborgener Identit\u00e4t aufmerksam zu machen kann folgendes Projekt durchgef\u00fchrt werden. Die Klasse wird zwei geteilt, oder das Projekt wird mit zwei Klassen gleichzeitig durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Der einen H\u00e4lfte wird ein Chat-Raum zur Verf\u00fcgung gestellt, in dem sie sich unterhalten k\u00f6nnen. Es wird ihnen mitgeteilt, dass dieser Chat-Raum nur ihnen zur Verf\u00fcgung steht und sie sich in Ruhe unterhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die andere H\u00e4lfte bekommt jedoch ebenfalls Zugriff auf den Chat-Raum. Diese SuS bekommen den Auftrag, verdeckt zu arbeiten. Sie sollen sich der Unterhaltung ihrer Mitsch\u00fcler\/innen anschlie\u00dfen, sollen dabei aber versuchen, sich als ihre Mitsch\u00fcler\/innen auszugeben und dabei nicht erkannt zu werden.<br \/>\nDanach wird das Experiment vor allen SuS aufgedeckt und besprochen.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong><br \/>\nMaterial<\/strong><br \/>\nZu diesen und weiteren Themen haben verschiedene Organisationen Online-Medienpools ver\u00f6ffentlicht, in denen \u00dcbungen und Lehrmaterialien f\u00fcr Gruppenprojekte zu finden sind, die man mit Klassen durchf\u00fchren kann.<br \/>\nSehr umfassendes Material kann auf <a href=\"http:\/\/www.saferinternet.at\">http:\/\/www.saferinternet.at<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.internet-abc.at\/eltern\/wissen-rund-ums-internet.php\">http:\/\/www.internet-abc.at\/eltern\/wissen-rund-ums-internet.php<\/a> gefunden werden.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong><br \/>\nVerfasst von<\/strong> Birgit Grandits, Iris Hillinger, Fatma Yesil\u00f6z und G\u00fclcan Yesil\u00f6z<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann man Kinder \u00fcber die Gefahren im Internet aufkl\u00e4ren? Ein Leben ohne Internet ist f\u00fcr uns Menschen kaum noch vorstellbar und ist ein Teil unseres Lebens geworden. 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