{"id":493,"date":"2014-03-17T20:34:08","date_gmt":"2014-03-17T18:34:08","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=493"},"modified":"2014-03-17T20:34:08","modified_gmt":"2014-03-17T18:34:08","slug":"gefahrenforscherinnen-dokalik-eisenbock-habusta-und-koch-auf-der-suche-nach-den-abgrunden-der-digitalen-medienwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=493","title":{"rendered":"GefahrenforscherInnen Dokalik, Eisenbock, Habusta und Koch auf der Suche nach den Abgr\u00fcnden der digitalen Medienwelt"},"content":{"rendered":"<p>Im Zeitalter von Technik, Information und Kommunikation sind digitale Medien unumg\u00e4nglich und nicht mehr wegzudenken. Sich gegen diverse Errungenschaften zu verwehren funktioniert nur begrenzt, denn ein Bestehen in Schule und Beruf ist heute beispielsweise ohne World Wide Web nicht mehr m\u00f6glich. Beim Herangehen an die oben angef\u00fchrte Fragestellung ist es n\u00f6tig, den Begriff \u201eDigitale Medien\u201c zu definieren. Unter digitalen Medien versteht man Medien, die mit digitalen Codes arbeiten und somit einen Gegenpol zu analogen Medien bilden<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>. Dazu kann man digitales Fernsehen, Mobiltelefonie\/Smartphones, Internet, Computerspiele, Radio oder E-Books z\u00e4hlen. Wenn \u00fcber die Gefahren digitaler Medien berichtet wird, stehen vor allem die Themen Internetsucht, Verarmung der Sprache sowie Realit\u00e4tsverlust im Fokus.<\/p>\n<p>Durch die Masse an Informationen, die durch das Internet zug\u00e4nglich sind und die vielf\u00e4ltigen Angebote im Unterhaltungsbereich birgt das WWW eine gro\u00dfe Gefahr an Suchtpotenzial. Die Website www.kinderweb.eu erkl\u00e4rt, dass ungef\u00e4hr 2,3% der Kinder und Jugendlichen internet- bzw. computers\u00fcchtig sind, 4% werden als gef\u00e4hrdet eingestuft. Dabei werden jene als abh\u00e4ngig bezeichnet, die mehr als 35 Stunden pro Woche mit PC, Gameboy, Playstation o.\u00c4. verbringen<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>. Aufgabe von Eltern ist es, On- und Offline-Zeiten f\u00fcr ihre Kinder festzulegen, um die Suchtgefahr zu verringern.<\/p>\n<p>Im Bereich der Textnachrichten wie SMS und Statusupdates \u00e0 la Facebook und Twitter sprechen Kritiker oft von einer Verarmung der Sprache. Uns bekannt sind vor allem Beispiele wie \u201eGemma BILLA\u201c, bei denen Artikel getrost weggelassen werden. Kurznachrichten sollen wie der Name schon sagt in wenig Zeit fertiggestellt und versendet werden, daher wird oft die Aussage auf das Wesentliche verk\u00fcrzt. Durch die Dominanz dieser neuen Techniken werden Sprachmuster dann auf gew\u00f6hnliche Unterhaltungen \u00fcbertragen. Die WELT widmet diesem Thema einen Artikel und fasst zusammen: \u201eDie Grammatik wird \u00e4rmer, die Lexik reicher\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> &#8211; die Sorge um eine Verarmung ist daher nur teils begr\u00fcndet. Sprache unterliegt immer einem Wandel, sich nur auf die Nachteile der Sprachver\u00e4nderungen zu fixieren, w\u00e4re einseitig. Durchaus ist es jedoch Aufgabe von Eltern und Schule Kinder f\u00fcr das Lesen zu motivieren, um grammatikalische Strukturen zu schulen.<\/p>\n<p>Der unserer Ansicht nach gef\u00e4hrlichste Aspekt bei h\u00e4ufiger Nutzung von digitalen Medien ist ein Zur\u00fcckgehen der sozialen Kontakte bzw. eine Reduzierung von Face-To-Face-Unterhaltungen. Gerade Kinder m\u00fcssen lernen, durch Mimik und K\u00f6rpersprache des Gegen\u00fcbers Emotionen zu deuten. Bei Konversationen mittels Smartphone ist es nur bedingt m\u00f6glich Verst\u00e4ndnis und Mitgef\u00fchl zu entwickeln. In schlimmeren F\u00e4llen verlieren sich Kinder und Jugendliche auch vollkommen in der virtuellen Welt und pflegen kaum noch Kontakt zu Freunden.<\/p>\n<p>Die Gefahren digitaler Medien sind zu weitreichend, um sie hier durchwegs zu analysieren. Nicht zu vergessen sind aber auch die enormen Vorteile, die in der Medienberichterstattung so gut wie nicht vorkommen. Kinder vor den Gefahren der neuen Medien zu sch\u00fctzen gelingt nur bedingt (z.B. Sperren diverser Websites am PC, Festlegen von Fixzeiten f\u00fcr Smartphone\/TV\/PC), daher sollte Aufkl\u00e4rung im Mittelpunkt der elterlichen und schulischen Anliegen stehen. Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche Erlebtes besprechen, Medien kritisch betrachten k\u00f6nnen und Publizieren an \u00f6ffentlichen Orten wie Sozialen Netzwerken immer im Hinblick auf die Privatsph\u00e4re anderer betreiben.<\/p>\n<div><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> vgl. Was sind digitale Medien? (2012). Abrufbar unter: <a title=\"http:\/\/www.prowissenschaft.de\/was-sind-digitale-medien\/\" href=\"http:\/\/www.prowissenschaft.de\/was-sind-digitale-medien\/\">http:\/\/www.prowissenschaft.de\/was-sind-digitale-medien\/<\/a> (14.03.2014)<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Internetsucht und Computersucht (o.J.). Abrufbar unter: <a title=\"http:\/\/www.kinderweb.eu\/kinderseiten\/sicherheit-fuer-kinder-im-internet\/internetsucht.php\" href=\"http:\/\/www.kinderweb.eu\/kinderseiten\/sicherheit-fuer-kinder-im-internet\/internetsucht.php\">http:\/\/www.kinderweb.eu\/kinderseiten\/sicherheit-fuer-kinder-im-internet\/internetsucht.php<\/a> (14.03.2014)<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Heine, Matthias (2011): Goethe war gut, aber wir sind besser. In WELT Online 02.03.2013. Abrufbar unter: <a title=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article114062311\/Goethe-war-gut-aber-wir-sind-besser.html\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article114062311\/Goethe-war-gut-aber-wir-sind-besser.html\">http:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article114062311\/Goethe-war-gut-aber-wir-sind-besser.html<\/a> (15.03.2014)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zeitalter von Technik, Information und Kommunikation sind digitale Medien unumg\u00e4nglich und nicht mehr wegzudenken. 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