{"id":512,"date":"2014-03-19T13:26:09","date_gmt":"2014-03-19T11:26:09","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=512"},"modified":"2014-03-19T13:26:09","modified_gmt":"2014-03-19T11:26:09","slug":"digital-natives-die-revolution-der-web-eingeborenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=512","title":{"rendered":"Digital Natives \u2013 Die Revolution der Web-Eingeborenen"},"content":{"rendered":"<p>Zur Frage \u201eDigital Natives oder unbeholfene NutzerInnen\u201c habe ich folgenden sehr interessanten Artikel im Netz gefunden (ich zitiere Teil 1 und Teil 2):<\/p>\n<p><strong>Digital Natives \u2013 Die Revolution der Web-Eingeborenen<\/strong><\/p>\n<p><em>Von <a href=\"mailto:mm-lesermail@manager-magazin.de\">Andreas Neef<\/a>, <a href=\"mailto:mm-lesermail@manager-magazin.de\">Willi Schroll<\/a> und <a href=\"mailto:mm-lesermail@manager-magazin.de\">Bj\u00f6rn Theis<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Generation Internet<\/strong><\/p>\n<p>Der von dem amerikanischen E-Learning Experten Professor Marc Prensky bereits um 2001 gepr\u00e4gte Begriff Digital Natives bezeichnet eine Generation, die den vielseitigen Anwendungsm\u00f6glichkeiten des World Wide Web gro\u00df geworden ist. Quasi als zweite Muttersprache erlernten sie die Semantik der Browsereingaben, das Verwalten und den Umgang mit zahlreichen Daten und Formaten sowie das Recherchieren im gr\u00f6\u00dften Informationspool aller Zeiten.<\/p>\n<p>Ihnen gegen\u00fcber stehen die Jahrg\u00e4nge, die vor dem Siegeszug des Computers geboren sind: die Digital Immigrants. Aufgefallen war Prensky die Kluft zwischen &#8222;digitalen Ureinwohnern&#8220; und &#8222;digitalen Immigranten&#8220; an Universit\u00e4ten und Schulen: Wo es um Internet- und Computernutzung ging, kam es zu einer Umkehr des Wissenstransfers. Die Lernenden erkl\u00e4rten den Lehrenden die M\u00f6glichkeiten der digitalen Werkzeuge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neuerdings meldet sich der Urheber des Begriffspaares Natives und Immigrants zur\u00fcck und \u00e4u\u00dfert Zweifel am eigenen Konzept: Angesichts der digitalen Durchdringung des Alltags verliere die Unterscheidung langsam an Wert. Dem kann man gleichzeitig zustimmen und widersprechen: Die Grenzlinie zwischen den vor und nach 1980 Geborenen ist problematisch und verschwimmt umso st\u00e4rker, da auch Merkel und Obama die digitalen Kommunikationskan\u00e4le seit Langem f\u00fcr sich entdeckt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch vollzieht sich seit zwei Dekaden eine globale Revolution &#8211; auf der einen Seite eine technische, auf der anderen eine gesellschaftliche: Menschen, die mit den digitalen M\u00f6glichkeiten aufgewachsen sind, lernen, arbeiten, schreiben und interagieren anders als noch die Generationen zuvor. Sie treffen und verlieben sich sogar online &#8211; im Netz kommunizieren sie mit Menschen, denen sie real vielleicht nie begegnen w\u00fcrden. Gegen\u00fcber den Generationen vor ihnen unterscheiden sich die digitalen Revolution\u00e4re durch die vier folgenden Eigenheiten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1. Die Digital Natives sind Netzbewohner<\/p>\n<p>Marc Prensky betont die kulturelle Perspektive: W\u00e4hrend die Immigranten zwischen virtuell und real deutlich unterscheiden, trennen die Digital Natives off- und online nicht voneinander. Was andere als virtuell bezeichnen, ist f\u00fcr sie gelebte Realit\u00e4t. Sie verstehen das digitale Reich nicht nur als neues Kommunikationsmittel, sondern als sozialen Kulturraum, den sie durch Inhalte, soziale Netze und stetige Partizipation aufbauen, erobern und erhalten. Das Internet ist f\u00fcr sie das Leitmedium eines neuen und offenen Kulturwandels, der eigene Definitionen von Identit\u00e4t, Freundschaft und Privatheit entwickelt. So f\u00fchlen sich viele Digital Natives durch ihre Avatare in Second Life oder World of Warcraft zutreffender repr\u00e4sentiert als durch ihre reale Person.<\/p>\n<p>2. Die Digital Natives sind Freigeister<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interaktion ist geteiltes und gesch\u00e4tztes Gut der Netzgeneration: Die digitale Welt ist eine Mitmachkultur. Durch zahlreiche Kreativtools kreieren sie Angebote und Kooperationsm\u00f6glichkeiten. Gratis verf\u00fcgbare Blogs, Tauschb\u00f6rsen f\u00fcr Fotos, Grafiken und Musik bereiten den herk\u00f6mmlichen Dienstleistern Konkurrenz. Oft steht dabei gar nicht der Profit, sondern die Bereicherung des digitalen Gemeinwesens im Vordergrund. Das Web l\u00e4sst die Digital Natives zu digitalen Produzenten werden, deren selbst generierte Inhalte und Open-Source-Mentalit\u00e4t zunehmend die kostenpflichtigen Angebote ersetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Die Digital Natives leben gleichzeitig<\/p>\n<p>F\u00fcr digitale Immigranten sieht das Arbeitsverhalten der &#8222;Eingeborenen&#8220; unkonzentriert aus. Dagegen ist die geteilte Aufmerksamkeit aus deren Sicht eine Art, die Dinge effizienter abzuarbeiten. Nicht zuletzt die fr\u00fche Besch\u00e4ftigung mit Videospielen scheint eine andere Erwartungshaltung an Medien mit sich zu bringen &#8211; das Sich-Einlassen auf langatmige Geschichten, sei es im Film oder im Roman, erscheint vielen der Digital Natives anstrengend. Die zunehmende Multitasking-F\u00e4higkeit der Digital Natives hat Einfluss auf das Nutzerverhalten &#8211; und das wiederum wirkt sich radikal auf die Gesch\u00e4ftsmodelle vieler Unternehmen aus. &#8222;Die Rolle und Funktionen der Marktteilnehmer \u00e4ndern sich in der Netz-Economy dramatisch&#8220;, sagt Internetguru Ossi Urchs.<\/p>\n<p>4. Die Digital Natives sind medial<\/p>\n<p>Vor dem Siegeszug von Web 2.0 und den digitalen Informationsmedien verlie\u00df die eigene Meinung selten den Tresen der Eckkneipen. Heute hingegen ist es ein Leichtes, eigene Thesen in einem Blog zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die private Meinung wird \u00f6ffentlich. Daraus ergibt sich ein deutlicher Unterschied in der Kommunikationskompetenz der Netzgeneration. Die Kreativtools des Netzes geben den Nutzern die Mittel an die Hand, aktiv am Weltgeschehen zu partizipieren und Einfluss zu nehmen. So sind die Digital Natives durchaus bereit, f\u00fcr ihre Rechte, Werte und Normen Politik zu betreiben.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung der Piratenpartei verdeutlicht das: Die Gruppe hat sich die Aufgabe gestellt, Urheberrechte an immateriellen G\u00fctern wie Film und Musik zu reformieren. Zwar steht aus Imagegr\u00fcnden derzeit der Name der Partei zur Debatte, dennoch \u00e4ndert das nichts an der Mission der Mitglieder -es gibt eben keine Revolution ohne Reibungsfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Einerseits gef\u00e4hrdet der Austausch von urheberrechtlich gesch\u00fctzten Medien die traditionellen Gesch\u00e4ftsmodelle, andererseits f\u00fchren die Experimente zu neuen Urheberrechtsmodellen, die es Kreativen und Verlagen auch in Zukunft erlauben, Geld zu verdienen, w\u00e4hrend sie gleichzeitig von der Energie und Kaufkraft der Amateurszene profitieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Beitrag verfasst von Philippa Thanner<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Frage \u201eDigital Natives oder unbeholfene NutzerInnen\u201c habe ich folgenden sehr interessanten Artikel im Netz gefunden (ich zitiere Teil 1 und Teil 2): Digital Natives \u2013 Die Revolution der Web-Eingeborenen Von Andreas Neef, Willi Schroll und Bj\u00f6rn Theis Generation Internet <span class=\"readmore\"><a href=\"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=512\">Continue Reading<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[236,251],"class_list":["post-512","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tagebuch","tag-medienpadagogik","tag-mpess-14"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=512"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/512\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}