{"id":593,"date":"2014-05-03T18:24:31","date_gmt":"2014-05-03T16:24:31","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=593"},"modified":"2014-05-03T18:24:31","modified_gmt":"2014-05-03T16:24:31","slug":"klaus-sturdik-bei-radio-orange","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=593","title":{"rendered":"Klaus Sturdik bei Radio Orange"},"content":{"rendered":"<p><strong>Exkursion<em> \u201eRadio Orange\u201c<\/em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Klaus Sturdik\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 18.03.201<\/strong>4<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Eindruck:<\/span><\/strong><strong> <\/strong>Eine ambitionierte, sympathische junge Frau, namens Barbara\u00a0 begegnete uns im vorderen B\u00fcroraum und wir nahmen in einer gem\u00fctlichen Sitzecke Platz.<br \/>\n<em>Barbara <\/em>begann mit einer umfassenden Pr\u00e4sentation<em>:<\/em><\/p>\n<p>Wir erfuhren, dass Radio Orange seit 1998 existiert, der Verein \u201eFreies Radio Wien\u201c \u2013 der Vork\u00e4mpfer, aus dem heraus die Gr\u00fcndung erfolgte, aber bereits seit 1992 politisch aktiv gegen die Monopolstellung des ORF ank\u00e4mpfte. Mit dem Fall der, in Europa damals einzigartigen Stellung der \u00f6ffentlichen Medien folgte die Gr\u00fcndung des, lange Zeit, basis-demokratisch gef\u00fchrten Vereins. In den ersten Jahren finanzierte sich der Verein \u00fcber Zuwendungen und Eigeninitiativen. Heute wird der laufende Betrieb durch das Lukrieren diverser F\u00f6rdergelder und vom GIS-Anteil f\u00fcr freie Medien gew\u00e4hrleistet. Die Leitung des freien Radios wird mittlerweile von einem Kollegium besorgt.<\/p>\n<p>Der Status \u201efreies Radio\u201c beinhaltet die uneingeschr\u00e4nkte Unabh\u00e4ngigkeit von kapitalistisch orientierten Unternehmen und verbietet jegliche Ausstrahlung von bezahlter Werbung. Ausgestrahlt wird terrestrisch im Raum Wien, aber auch \u00fcber das Internet (Streams). Eine Entwicklung die f\u00fcr <em>Barbara <\/em>besondere Bedeutung erlangt, da zahlreiche innovative Sendekonzepte f\u00fcr Redakteure mit Migrationshintergrund eine massive Aufwertung durch das quartiere Medium erlangen. Diese Formate sind mit der Ausstrahlung \u00fcber das Netz nun auch in den diversen Ursprungsl\u00e4ndern vieler Redakteure, quasi weltweit rezipierbar.<\/p>\n<p>Aktuell werden etwa 450 Sendungsformate von freien Redakteuren aufgenommen und ausgestrahlt oder live gesendet. Viele Formate unterliegen einer periodischen Ausstrahlung, etliche Sendungen laufen aber sporadisch und anti-zyklisch. Dies bedingt eine spezielle Koordination bei der Sendungs-Organisation. Kommunikation und Flexibilit\u00e4t pr\u00e4gen das Selbstkonzept des Senders. Spezielle Format-Vorgaben gibt es von der (Chef-)Redaktion keine. Jemand, der damit spekuliert Radio zu machen, wird motiviert ein Konzept vorzulegen. Thematisch sind den Interessierten alle M\u00f6glichkeiten zug\u00e4nglich. Ob Schulradio, Radio Teheran, oder ein Inforadio f\u00fcr Berufsorientierung, prinzipiell ist alles denkbar, das ethisch-moralisch unbedenklich ist. Da das Freie Radio aber eher im Mitte-Links-Segment einzuordnen ist, wird die sozial-politische Korrektness eine zentrale Rolle bei der Sendungs-Auswahl spielen.<\/p>\n<p>Nach der Best\u00e4tigung der Unbedenklichkeit des Konzepts, wird eine Null-Sendung im Studio aufgezeichnet und diese nochmals \u00fcberpr\u00fcft. Auch Live Sendungen d\u00fcrfen prinzipiell von jeder\/jedem gehalten werden, die Erfahrung spielt jedoch eine bedeutende Rolle. Zwischen den Produktions-Schritten werden Schulungen (Sende-, Pers\u00f6nlichkeitsrechte Studiotechnik) angeboten.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Relevanz &amp; Stellungnahme:<\/span><\/strong> Das Paket des Senders ist attraktiv. Der Laie lernt tats\u00e4chlich Radio-Sendungen zu produzieren. Bei entsprechender Anleitung einer Lehrkraft ist das Gestalten von Radio-Sendungen auch sicher kein Problem f\u00fcr Kinder\u2026<\/p>\n<p>Eine St\u00e4rke von Radio Orange ist die breite Streuung, sowohl was den Inhalt betrifft, als auch was den (multi-)kulturellen Wert angeht. Zumeist sind Radio-Macher aller Kontinente vertreten. Der Kreativit\u00e4t der Lehrkr\u00e4fte und der Kinder sind also keine Grenzen gesetzt!<\/p>\n<p>F\u00fcr die medienp\u00e4dagogische Arbeit mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sei erw\u00e4hnt, dass viele Projekte im freien Radio laufen. Es gibt in vielen Bundesl\u00e4ndern Sender, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Auch bei Radio Orange gibt es Formate, die von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zumindest mitgestaltet werden. Es gilt das Motto. <em>Wer eine Idee hat, darf verwirklichen\u2026<\/em> So gesehen ist es auch f\u00fcr mich eine k\u00fcnftige Variante Projekte zu entwickeln. Da man nahezu freie Hand hat was den Umfang und die Inhalte betrifft, kann man \u00e4u\u00dferst kreativ an ein derartiges Projekt herangehen.<\/p>\n<p>Was Studio-Aufnahmen angeht liegt nahe, dass das Sprechen an Mischpult und Mikrofon ganz sicher ein Erlebnis f\u00fcr die SuS ist. Man kann erkennen, wie mit einfachen Mitteln (Wand-Vorh\u00e4nge zur Hall-Reduktion) und professionellem Equipment (Technisch gut ausgestattete Studio-R\u00e4ume f\u00fcr die Aufzeichnung und die Live-Sendung) freies Radio realisiert wird. Die eigene Stimme als Instrument und Kommunikationsmedium einzusetzen, kommt sicher gut an.<\/p>\n<p>Am Ende erhielten wir einen Einblick in die kreative Sendungs-Vielfalt: <em>Barbara<\/em> n\u00fctze unsere Gegenwart f\u00fcr eine Pilot-Aufnahme. F\u00fcr diese wird sie mit dem vielfach erprobten Aufzeichnungs-Bike unterwegs sein und mit Passanten\/Kindern Gespr\u00e4che f\u00fchren. Zentrales Element dieses Formats ist das Erz\u00e4hlen von Geschichten anhand von sogenannten \u201e<em>Story-Cubes<\/em>\u201c, bei denen Symbole gew\u00fcrfelt werden, nach denen Beteiligte dann Geschichten erfinden. Diese Methode erprobten wir selbst an den Mikrofonen&#8230;<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend sei gesagt, dass ich Radio Orange bereits l\u00e4nger kenne und selbst mehrfach damit spekulierte, Sendungen zu gestalten. Als Bet\u00e4tigungsfeld f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler geeignet, empfehle ich jeden Interessierten, diese Option einmal n\u00e4her zu betrachten. Die Kinder lernen sicher einiges und Spa\u00df macht es allemal!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exkursion \u201eRadio Orange\u201c\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Klaus Sturdik\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 18.03.2014 Eindruck: Eine ambitionierte, sympathische junge Frau, namens Barbara\u00a0 begegnete uns im vorderen B\u00fcroraum und wir nahmen in einer gem\u00fctlichen Sitzecke Platz. 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