{"id":726,"date":"2015-01-25T21:10:00","date_gmt":"2015-01-25T19:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=726"},"modified":"2015-01-25T21:10:00","modified_gmt":"2015-01-25T19:10:00","slug":"haben-erziehungsstile-auswirkungen-auf-das-auftreten-von-burnout-bei-jugendlichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=726","title":{"rendered":"Haben Erziehungsstile Auswirkungen auf das Auftreten von Burnout bei Jugendlichen?"},"content":{"rendered":"<p>Lange Zeit war Burnout eine Krankheit, von der nur Erwachsene betroffen waren. Jedoch hat man festgestellt, dass auch Jugendliche durchaus am Burnout Syndrom erkranken k\u00f6nnen. Besonders jugendliche Lehrlinge sind aufgrund der dualen Ausbildung, die sowohl im Lehrbetrieb, als auch in der Berufsschule stattfindet, einer Doppelbelastung ausgesetzt. Erziehungsstile pr\u00e4gen Jugendliche und haben Auswirkungen auf ihr weiteres Erwachsenenleben. Hat dabei der Bildungsstand der Eltern einen Einfluss auf deren Erziehungsstil? Besteht ein Zusammenhang zwischen Burnout bei Jugendlichen und dem Erziehungsstil ihrer Eltern?<a href=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/files\/2015\/01\/hands-423794_640.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-763\" src=\"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/files\/2015\/01\/hands-423794_640.jpg\" alt=\"hands-423794_640\" width=\"640\" height=\"429\" srcset=\"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/hands-423794_640.jpg 640w, https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/hands-423794_640-300x201.jpg 300w, https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/hands-423794_640-448x300.jpg 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Burnout bei Jugendlichen<br \/>\n<\/strong>Wie vermehrt in diversen Medien berichtet wird, sind immer h\u00e4ufiger auch Jugendliche von Burnout betroffen. Was fr\u00fcher als Manager-Krankheit galt, ist vermehrt auch in \u00f6sterreichischen Klassenzimmern zu beobachten. Hierzu berichtet die Tageszeitung \u2018Der Standard\u2018 folgendes:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eF\u00fcnf Prozent der 1,2 Millionen Sch\u00fcler sind laut Aussagen der Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Pr\u00e4ventivpsychologie (APP) aufgrund von chronischem Schulstress von Burn-Out gef\u00e4hrdet. Weitere 13 Prozent seien tempor\u00e4r stark belastet, insgesamt leide jeder dritte Sch\u00fcler ab zehn massiv unter Stress.\u201c<\/em><strong><br \/>\n(Der Standard, vom 18. Feb. 2010, o. S. )<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Erziehungsstile<br \/>\n<\/span>Kurze Beschreibungen der h\u00e4ufig angewandten Erziehungsstile:<br \/>\n<strong><br \/>\nDer autorit\u00e4re Erziehungsstil<br \/>\n<\/strong>Autorit\u00e4re Eltern fordern die strikte Einhaltung von Regeln. Ihnen geht es aber weniger darum, den Handlungen ihrer Kinder begr\u00fcndete Grenzen zu setzen, als darum, strikten Gehorsam zu fordern. Diese Forderung nach Einhaltung der Regeln und Normen sowie die Achtung der elterlichen Autorit\u00e4t ist f\u00fcr sie wesentlich, da es ihnen um eine psychologische Kontrolle der Kinder geht. Sie neigen dazu, massiv physisch zu strafen und zeigen ein geringes Interesse an den Handlungsmotiven und Absichten ihrer Kinder. Das famili\u00e4re Klima kann als kalt und feindselig beschrieben werden.<br \/>\n<strong><strong>vgl. Langer 2012, S. 4<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><strong><strong>Der vernachl\u00e4ssigende Erziehungsstil<br \/>\n<\/strong><\/strong>Vernachl\u00e4ssigende Eltern sind in ihrer Erziehung in jeder Hinsicht unbeteiligt. Sie zeigen wenig Interesse am Verhalten ihrer Kinder und auch wenig emotionale Zuwendung. Elterliche Kontrolle, Akzeptanz des Kindes und auch Zuwendung und W\u00e4rme sind nur gering ausgepr\u00e4gt. Der vernachl\u00e4ssigende Erziehungsstil beg\u00fcnstigt die Entwicklung von Problemverhalten bei Kindern.<br \/>\n<strong><strong>vgl. Liebenwein 2008, S. 34 f.\u00a0<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><strong><strong>Der permissive Erziehungsstil<br \/>\n<\/strong><\/strong>Permissive Eltern verhalten sich wenig kontrollierend und lenkend. Auch werden kaum Anforderungen an die Kinder gestellt. Dadurch soll das Veralten selbst gesteuert werden. Bestrafung wird vermieden.<br \/>\n<strong><strong>vgl. Langer 2012, S. 4<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><strong><strong>Der autoritative Erziehungsstil<br \/>\n<\/strong><\/strong>Dieser Erziehungsstil kennzeichnet sich dadurch, dass Eltern Anforderungen an ihre Kinder stellen und von ihnen die Einhaltung der Regeln verlangen. Gleichzeitig werden aber die Kinder als ernst zu nehmende Gespr\u00e4chspartner akzeptiert. Eltern zeigen Interesse an ihren Kindern; sie erkl\u00e4ren ihre Erziehungsma\u00dfnahmen und begr\u00fcnden Forderungen und Regeln. Dar\u00fcber hinaus werden Kinder zur Autonomie ermutigt und bei der Suche nach eigenen Standpunkten und Meinungen unterst\u00fctzt, sofern diese innerhalb der geforderten Regeleinhaltung sind.<br \/>\n<strong><strong>vgl. Langer 2012, S. <\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Im Zuge einer Projektarbeit\/Maturaarbeit wurden einige Jugendliche\u00a0befragt und ausgewertet. Gefragt wurde nach dem Erziehungsstil der Eltern und\u00a0dem Burnout Risiko der Sch\u00fcler. Nach der Befragung wurden die beiden Ergebnisse gegen\u00fcber gestellt.<br \/>\nDabei kam heraus, dass der\u00a0<span style=\"color: #000080\"><em>autoritative Erziehungsstil<\/em> <\/span>im Vergleich zu den anderen Stilen, das <em><span style=\"color: #000080\">geringste<\/span><\/em> Burn-Out Risiko\u00a0darstellt. Alle anderen Stile haben einen h\u00f6heren Wert ergeben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man das nicht allgemein halten, da man noch weitere Aspekte betrachten sollte. Welche Ziele hat man an sein Kind? Sind diese vielleicht ein wenig zu hoch und\/oder \u00fcberfordert man sein Kind damit?<br \/>\nNat\u00fcrlich sollte man auch nicht die famili\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse vergessen. Scheidung der Eltern, Todesfall in der Familie oder zum Beispiel auch, dass viele Eltern kaum Zeit f\u00fcr ihre Kinder haben.<br \/>\nAuch sicher ein wichtiger Punkt ist, ob die Jugendlichen eventuell Freizeitaktivit\u00e4ten haben. Denn auch f\u00fcr Erwachsene ist es wichtig sich einen Ausgleich zu suchen, so auch f\u00fcr die junge Generation.<br \/>\nAber ganz wichtig zu beachten ist, dass Smartphones, Social Networks und dergleichen einen sehr hohen Stressfaktor haben. Richtig genutzt nicht, aber viele Jugendliche k\u00f6nnten kaum einen Tag ohne Internet &amp; co. aushalten. Diese Einstellung erh\u00f6ht den Stressfaktor der jungen Leute enorm und daher sollte man hier vielleicht den Ansatz wagen.<\/p>\n<p>Hoffentlich wird das kein Tabuthema bleiben, denn auch Jugendliche sind durchaus schon von Burn-out betroffen und die Tendenz ist steigend.<\/p>\n<p>Bild: www.pixabay.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange Zeit war Burnout eine Krankheit, von der nur Erwachsene betroffen waren. Jedoch hat man festgestellt, dass auch Jugendliche durchaus am Burnout Syndrom erkranken k\u00f6nnen. Besonders jugendliche Lehrlinge sind aufgrund der dualen Ausbildung, die sowohl im Lehrbetrieb, als auch in <span class=\"readmore\"><a href=\"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=726\">Continue Reading<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[145,198],"class_list":["post-726","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kompetenzen","tag-gefahren","tag-kinder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/726\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}