{"id":932,"date":"2015-05-29T12:20:48","date_gmt":"2015-05-29T10:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/podcampus.phwien.ac.at\/digimed\/?p=932"},"modified":"2015-05-29T12:20:48","modified_gmt":"2015-05-29T10:20:48","slug":"sollte-man-als-lehrperson-in-sozialen-netzwerken-anders-agieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digimed.phwien.ac.at\/?p=932","title":{"rendered":"Sollte man als Lehrperson in sozialen Netzwerken anders agieren?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Facebook, Twitter, WhatsApp \u2026. Diese neuen Medien sind Realit\u00e4t und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dies gilt umso mehr f\u00fcr die Generation der \u201edigital natives\u201c &#8211; praktisch jede Sch\u00fclerinnen und jeder Sch\u00fcler hat heute einen Internetzugang oder ein Smartphone und benutzt diverse soziale Netzwerke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch wie soll man als Lehrperson mit diesem Faktum umgehen, wie soll man sich verhalten, wenn von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Freundschaftsanfragen kommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jeder Lehrer und jede Lehrerin wird fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in diese Situation kommen, doch wie w\u00fcrden wir auf so eine Freundschaftsanfrage reagieren. Sicher f\u00fchlen wir uns geschmeichelt, wenn Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen mit uns befreundet sein wollen, doch k\u00f6nnen Lehrer und Lehrerinnen und Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen Freunde sein? Will ich dass meine Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen private Informationen von mir lesen k\u00f6nnen? Will ich als Lehrer oder Lehrerin private Informationen von Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen lesen k\u00f6nnen? Diese Fragen sollte man sich stellen bevor man eine Freundschaftsanfrage von Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen beantwortet. Wir, die Autoren dieses Blogs nehmen keine Freundschaftsanfragen von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern an. Als Lehrer und Lehrerin ist man eine Respektsperon, man sollte ein Vorbild sein. In sozialen Netzwerken ist die Gefahr sehr gro\u00df, dass diese Grenzen verschwimmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eLehrer und Sch\u00fcler k\u00f6nnen keine Freunde sein\u201c \u2013 In Deutschland haben sich einige Landesregierungen dieser Thematik angenommen und Richtlinien f\u00fcr Staatsbedienstete ver\u00f6ffentlicht, in der Lehrern und Lehrerinnen empfohlen wird, Freundschaftsanfragen auf Facebook von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zur\u00fcckzuweisen. Die gr\u00f6\u00dfte Problematik sieht das bayrische Kultusministerium darin, dass nicht alle Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen gleich behandelt werden k\u00f6nnen. Man ist nicht mit jedem einzelnen Sch\u00fcler und Sch\u00fclerin befreundet beziehungsweise hat nicht jeder Sch\u00fcler und Sch\u00fclerin einen Zugang zu Facebook. Schulbezogenene Informationen erhalten somit nur diejenigen Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen die diese Plattform nutzten (siehe derstandard.at).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In \u00d6sterreich gibt es derzeit weder gesetzlichen Regelungen noch offizielle Empfehlungen. Im Sinne des Unterrichtsprizips digitale Medienerziehung (Details unter mediamanual.at) ist es jedoch unabdinglich, den Umgang mit Sozialen Medien zu adressieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ganz anders sieht dies Catrin Kurtz, eine Lehrerin aus Bayern: \u201eDie Augen vor der Lebenswirklichkeit der Sch\u00fcler zu verschlie\u00dfen, ist zu einfach &#8211; Hinschauen ist Pflicht von P\u00e4dagogen und Eltern. Ja, ich bin bei Facebook. Ja, ich bin dort auch mit Sch\u00fclern befreundet. Und ja, das alles, obwohl auch den bayerischen Lehrern nahegelegt wurde, ihre Facebook-Accounts zu l\u00f6schen.\u201c (Zitiert aus Sueddeutsche Zeitung). Die in diesem Blog vertretene Argumentation ist schl\u00fcssig: glaubhafter Ansprechpartner einer kritischen Mediennutzung zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir meinen, Freundschaftsanfragen von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sollte man nicht als solche annehmen, man sollte aber sehr wohl in einem Gespr\u00e4ch darauf reagieren. Das Ziel eines solchen Gespr\u00e4ches kann z.B. sein, respektvoll aber bestimmt darauf zu verweisen, die eigene Privatsph\u00e4re im Lichte des Verh\u00e4ltnisses Lehrerin bzw. Lehrer &#8211; Sch\u00fclerin bzw. Sch\u00fcler nicht \u00f6ffentlich zu gestalten \u2013 im Sinne beider. Es spricht allerdings nichts gegen eine online Lernplattform wie zum Beispiel Moodle zu benutzen. Auf solchen Seiten kann man \u00fcber schulische Sachen diskutieren oder nachfragen wenn man etwas nicht verstanden hat, ohne in Gefahr zu geraten zu viel Privates von sich preis zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Immer noch ratlos? Der Schweizer Dozent Philippe Wampfler adaptierte 2012 die Social Media Guidelines des ORF zu einem Leitfaden f\u00fcr Lehrberufe (siehe schulesocialmedia.com), diesen Leitfaden in sozialen Netzwerken und auch au\u00dferhalb zu beherzigen kann in keinem Falle falsch sein:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1. Tue nichts Dummes!<br \/>\n2. Man ist im Internet nie nur Privatperson, sondern wird als auch Lehrperson wahrgenommen.<br \/>\n3. Achte auf deinen Ruf und auf den deiner Schule.<br \/>\n4. Tue nichts, was Zweifel an deiner Qualifikation f\u00fcr den Lehrberuf und an deiner Fairness gegen\u00fcber deinen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ausl\u00f6sen k\u00f6nnte.<br \/>\n5. Zeige Fingerspitzengef\u00fchl bei politischen, religi\u00f6sen und anderen heiklen Themen.<br \/>\n6. Schreibe nichts, von dem du nicht willst, dass es auch morgen oder in einigen Jahren noch auf dem Netz zu finden sein wird.<br \/>\n7. Soziale Netzwerke sind Werkzeuge, keine Spielzeuge.<br \/>\n8. Interagiere mit Sch\u00fclerinnen, Sch\u00fclern und anderen Lehrpersonen.<br \/>\n9. Bleibe h\u00f6flich.<br \/>\n10. K\u00fcmmere dich um deine Privatsph\u00e4reneinstellungen.<br \/>\n11. Halte dich auch im Netz an Gesetze \u2013 insbesondere ans Urheberrecht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen, Quellen und Links:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1373514129478\/Facebook-Verbot-fuer-Lehrer-umstritten\">http:\/\/derstandard.at\/1373514129478\/Facebook-Verbot-fuer-Lehrer-umstritten<\/a> (Zugriff 27.5.2015, 14:08)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/lehrer-blog-ich-bin-bei-facebook-mit-schuelern-befreundet-1.1811901\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/lehrer-blog-ich-bin-bei-facebook-mit-schuelern-befreundet-1.1811901<\/a> (Zugriff: 27.5.2015, 14:30)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mediamanual.at\/mediamanual\/leitfaden\/medienerziehung\/grundsatzerlass\/index.php\">http:\/\/www.mediamanual.at\/mediamanual\/leitfaden\/medienerziehung\/grundsatzerlass\/index.php<\/a> (Zugriff 27.5.2015, 19:30)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/schulesocialmedia.com\/2012\/03\/21\/social-media-guidelines-fur-lehrpersonen\/\">http:\/\/schulesocialmedia.com\/2012\/03\/21\/social-media-guidelines-fur-lehrpersonen\/<\/a> (Zugriff 27.5.2015, 15:00)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/moodle.org\/\">https:\/\/moodle.org\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Facebook, Twitter, WhatsApp \u2026. 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